Christoph Meyer

Bereit für das nächste Level

Kandidatur für den Landesvorsitz

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 09./10. März 2018 wählen wir einen neuen Landesvorstand für die Berliner FDP.

Hinter der Partei liegen zwei sehr erfolgreiche Jahre. Mit einer starken Teamleistung ist uns der Wiedereinzug ins Berliner Abgeordnetenhaus und in fast alle Bezirksverordnetenversammlungen gelungen. Mit drei Bundestagsabgeordneten stellen wir eine starke Berliner Gruppe in der Bundestagsfraktion, haben fast ohne Unterstützung den Volkentscheid zur Offenhaltung des Flughafens Tegel herbeigeführt und ihn im September schließlich zum Erfolg geführt.

Jetzt gilt es, nach zwei Jahren Dauerwahlkampf nicht einfach zum „Regelbetrieb“ überzugehen, sondern unseren Slogan „Denken wir neu“ auch als Anspruch an uns selbst zu begreifen. „Berlin neu denken“ bedeutet, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen, es bedeutet, unserer Stadt überall dort eine Perspektive zu geben, wo Rot-Rot-Grün sie ziellos dahintreiben lässt.

Die nächsten Wahlen werden für Berlin entscheidend sein. Wir müssen die Zeit gut nutzen, damit unser Erfolg 2016/17 keine Eintagsfliege bleibt. Das werden wir nur schaffen, wenn wir genauso erfolgreich wie in den letzten beiden Jahren gemeinsam für unsere Ziele kämpfen und unsere Parteiarbeit ebenso wie unsere Strukturen fit für die Zukunft machen.

Der Landesverband muss – neben der hervorragend arbeitenden AGH-Fraktion mit Sebastian Czaja an der Spitze – neue Ideen und Impulse entwickeln. Ziel muss es sein, diese unmittelbar in den demokratischen Diskurs einzubringen.

Berlin hat es verdient, endlich eine Regierung zu bekommen, die Selbstbestimmung und Eigeninitiative nicht bestraft, sondern begrüßt. Eine Regierung, die Investitionen nicht als Bedrohung, sondern als Chance begreift. Eine Regierung, die die Chancen der Digitalisierung für unsere Stadt endlich nutzbar macht. Eine Regierung, die den Verkehr beschleunigt und die dafür sorgt, dass öffentliche Leistungen direkt, schnell und effizient erbracht werden. Eine Regierung, die dafür sorgt, dass unsere Stadt funktioniert.

Darum habe ich mich entschlossen, für den Vorsitz unseres Landesverbands zu kandidieren.

Ich bin der festen Überzeugung, dass die Erfahrungen der letzten Jahre für mich, aber auch für uns alle wertvoll gewesen sind. Das schmerzhafte Scheitern, aber auch das gemeinsame Ringen um die besten Lösungen und unser gemeinsamer Erfolg waren und sind für mich Antrieb und Verpflichtung.

Für unseren gemeinsamen Erfolg möchte ich die Arbeit der Landesfachausschüsse viel stärker als bisher auf die aktuellen Themen der Arbeit im Abgeordnetenhaus ausrichten. Unsere Gremien dürfen nicht länger für den Papierkorb arbeiten, die Arbeitsergebnisse gehören in die aktuelle politische Diskussion. Ich möchte, dass der Landesausschuss wieder stärker ein Gremium für die Meinungs- und Positionsfindung unserer Partei wird. Der Wunsch vieler Mitglieder, ihre Kompetenz punktuell einzubringen, sei es in Form von eng umrissener Projektarbeit oder als fachlich kompetente Unterstützung in einem bestimmten Fachkontext, verdient es, beachtet zu werden. Und ich wünsche mir, dass wir uns stärker für die Stadtgesellschaft öffnen, damit die Berlinerinnen und Berliner uns als konstruktiven Gesprächs- und Kompetenzpartner wahrnehmen.

Unser Landesverband ist in den letzten Jahren überproportional gewachsen, und zwar trotz aller soziodemographischer Schwierigkeiten. Die FDP ist eindeutig ein Gewinner der wachsenden Metropole Berlin. Wir haben nun die Chance, unseren Verband als Hauptstadtverband mit dem gebührenden Stellenwert auch in der Bundespartei zu verankern. Wir müssen dem Anspruch gerecht werden, einerseits Trendsetter für neue Themen und inhaltliche Schwerpunkte zu werden, andererseits aber auch bei der internen Organisation unserer Parteiarbeit beispielhaft zu werden, wie unser Landesschatzmeister Lars Lindemann dies im Bereich unserer Parteifinanzen in den vergangenen Jahren schon beispielhaft umgesetzt hat.

So können und müssen wir schon heute die Grundlagen dafür schaffen, dass unsere Berliner FDP in den nächsten Jahren noch stärker wird. Im Jahr 2021 wollen wir nicht nur in allen Bezirksverordnetenversammlungen und mit einer starken Fraktion im Abgeordnetenhaus vertreten sein, wir wollen dann auch in der Lage sein, seit mehr als 30 Jahren endlich wieder eine gestaltende Rolle in der Berliner Politik für unsere Stadt zu übernehmen.

Ich habe sowohl unseren Schatzmeister Lars Lindemann gebeten als auch unseren Generalsekretär Sebastian Czaja, ihre Positionen im Vorstand weiterzuführen. Ich bin sehr dankbar, dass beide bereit sind, sich zur Wiederwahl zu stellen.

Viele von Ihnen und Euch kennen mich, mein Name ist Christoph Meyer. Ich bin 42, Rechtsanwalt und einer der drei Bundestagsabgeordneten der Berliner FDP. Im Bundestag bin ich Mitglied des Haushaltsausschusses und stellvertretendes Mitglied des Bauausschusses. Mehr Informationen gibt es auf meiner Website: http://www.christoph-meyer.berlin.

Ich bin gespannt auf den Austausch in den nächsten Wochen und würde mich über Ihre und Eure Unterstützung auf dem Landesparteitag freuen.

Mit liberalen Grüßen

Christoph Meyer MdB